Herkunftsland Eritrea

Eritrea ist ein Staat im nordöstlichen Afrika mit der Hauptstadt Asmara (Asmära) und ist etwa so groß wie ein Drittel von Deutschland. Die Muttersprache im Land ist Tigrinya, eine semitische Sprache, die aus dem Amharischen kommt. Im Land leben zur Hälfte Christen und Menschen mit islamischen Glauben.

  

Warum flüchteten unsere Asylbewerber aus ihrem Land?

 

Zwangsarbeit für das Militär und die Regierung – nichts anderes verbirgt sich hinter dem sogenannten Nationaldienst, den in Eritrea derzeit bis zu 400.000 Rekruten im Alter von 18 bis 50 Jahren leisten müssen. Von ihrem Sold lässt sich keine Familie ernähren. Sie sind gezwungen, dort zu leben, wo die Regierung sie hinschickt, und das zu tun, was ihre Befehlshaber ihnen auftragen. Wer den Dienst verweigert, wird in Straflagern gefoltert.

 

Die Eritreer fliehen vor dem Diktator Isayas Afewerki, der seit fast 25 Jahren an der Macht ist. Über ihn und die Lage in Eritrea ist vergleichsweise wenig bekannt. Das liegt nicht nur daran, dass das kleine ostafrikanische Land für den Westen wirtschaftlich nicht sonderlich interessant ist. Sondern auch daran, dass sich das Land abschottet. Die Diktatur lässt kaum internationale Beobachter und ausländische Journalisten ins Land. Deshalb dringt nur wenig von dem, was dort geschieht, nach außen.

 

Berichtet wird immer wieder über Tötungen, willkürlichen Verhaftungen, Folter und Ver- gewaltigungen. Menschen werden in Straflager, Erdlöcher oder Schiffs-container gesperrt.

 

Männer und Frauen in Eritear können jederzeit eingezogen werden. So hat die Diktatur die absolute Kontrolle über ihre Bürger. Medien wie Twitter und Face- book werden von der eritreischen Regierung zwar nicht gesperrt, dass ist auch nicht nötig, weil das Internet so langsam ist, dass es ohnehin nicht wirklich funktioniert. Und wer es wagt, den Diktator zu kritisieren, dem wird kein Prozess gemacht, er verschwindet einfach von einem Tag auf den anderen spurlos.

 

Die Zeit im Heimatland und die Flucht haben sichtbare Spuren bei unseren Asylbewerbern hinterlassen. Für uns als Deutsche unverstellbar und unbegreifbar.

 

Links und mehr Informationen:

 

Deutsches Auswärtiges Amt - Eritrea

Deutsche Botschaft Asmara (Eritrea)

Tigrinya Alphabet

 

Quelle: diverse Presseberichte spiegel-online.de

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